Gekonnt bewerben

Deine Bewerbung ist deine Visitenkarte. Hier sollte wirklich alles stimmen.

Deshalb: Verschick nicht einfach wieder die Unterlagen vom letzen Mal, sondern mach den Bewerbungscheck.

Der Bewerbungscheck in neun Punkten:

1. Deine Bewerbungsunterlagen müssen 1A sein! Das gilt für die Form wie für den Inhalt. Tippfehler, Standardtexte, Lücken im Lebenslauf, fehlende Anlagen oder ein misslungenes Foto können das direkte Aus bedeuten. Infos wie es geht, findest du bei Job Aktuell. Lass deine fertige Bewerbung auf alle Fälle noch von anderen gegenchecken.

 

2. Keine Standardbewerbungen! Schick nicht zehn gleichlautende Bewerbungen raus. Jeder Betrieb will individuell angesprochen werden und es muss deutlich werden, warum du dich gerade dort bewirbst und was dich für genau diesen Betrieb attraktiv macht.

 

3. Schulnoten sind wichtig! Arbeitgeber schauen zwar nicht nur auf die Schulnoten, doch lauter Vieren sind keine gute Empfehlung. Klemm dich also die letzten Monate nochmal so richtig hinter deine Sachen. Wenn du gerade ein Angebot einer beruflichen Schule besuchst, ist das für dich die Gelegenheit, hier aufzuholen und deine Bewerbungschancen gegenüber dem Vorjahr zu verbessern.

 

4. Zeig, was in dir steck! Arbeitgeber suchen Azubis, die engagiert, zuverlässig, teamfähig, offen für neue Herausforderungen, ... sind. Es macht Eindruck, wenn du dich in der Schule, im Verein oder Jugendhaus engagiert hast und das über ein Qualipass-Zertifikat belegen kannst. Das kommt dann als Kopie in die Anlagen zu deiner Bewerbung. Das gilt natürlich auch für erste Berufserfahrungen über Praktika oder Ferienjobs, wenn die zu deinem angestrebten Ausbildungsberuf passen.

 

5. Werde persönlich! Am besten ist der direkte Draht über ein Praktikum oder einen Ferienjob. Nicht schlecht sind natürlich auch Kontakte über Eltern oder Bekannte. Für deine Bewerbung brauchst du auf alle Fälle eine konkrete Ansprechperson. Im Zweifelsfall solltest du vorher im Betrieb anrufen und nachfragen, wer dort für Ausbildungsstellen zuständig ist. Bei kleinen Betreiben kannst du für den Erstkontakt auch vorbeigehen.

 

6. Klein aber fein! Vergiss die kleinen Ausbildungsbetriebe nicht. Sie sind meist nicht so überlaufen.

 

7. Weite deine Suche aus! Große Städte bieten mehr Ausbildungsstellen als kleine Gemeinden und vielleicht ist die Situation in 100 km Entfernung deutlich besser als bei dir vor Ort. Falls du dann lange Wege mit hohen Fahrtkosten haben solltest oder vielleicht ganz wegziehen musst, gibt es verschiedene finanzielle Hilfen wie Jugendwohnheime, Wohnberechtigungsscheine oder die Berufsausbildungsbeihilfe für Azubis.

 

8. Nicht nur Trendberufe! Es gibt viel mehr als die üblichen Top 10 der Berufe und so etwas wie Frauen- und Männerberufe gehört in die Steinzeit. Was zählt, sind deine Interessen. Wenn du dir unsicher bist, ist ein Schnupperpraktikum genau das Richtige. Vielleicht ist auch eine zweijährige Ausbildung ein guter Anfang für dich.

 

9. Lass die Alternativen zu deinem Traumberuf nicht außer Acht! Es ist erstaunlich, wie viele artverwandte Berufe es gibt. Im BIZ weiß man Bescheid, welcher Beruf aus dem gleichen Berufsfeld wie dein Traumberuf noch in Frage kommen könnte und vielleicht nicht so überlaufen ist. Oder gib in BERUFENET ein Stichwort ein (z. B. IT, Elektronik, Holz, Gesundheit oder Kinder), das zu deinem Berufswunsch passt.